Nikon D4S - das neue Flaggschiff ist da 3

Verfasst am 4. März 2014 | Unter Neuerscheinungen, Nikon Kamera

Nikon D4S - das neue Flaggschiff ist da Mrz4

Auf der CES in Las Vegas konnte sie bereits im Januar zumindest hinter Glas bewundert werden. Nun hat Nikon die neue D4S endlich offiziell vorgestellt und noch in diesem Monat werden ausgesuchte Händler mit dem Vollformat-Boliden beliefert. Doch was steckt unter der Haube der Profi-Kamera?

Ein blick in das Datenblatt zeigt: Vieles bleibt in der D4S unverändert. Immerhin handelt es sich um eine überarbeitete Version, nicht um eine neue Generation. Zumal bereits das bisherige Spitzenmodell D4 bei den meisten Fotografen kaum Wünsche offen ließ. Der 16-Megapixel-Sensor im Kleinbildformat garantiert auch in der verbesserten Version rauscharme Bilder - selbst im Zwielicht. Die Bildqualität konnte sogar noch gesteigert werden. Die Erweiterbarkeit der Empfindlichkeit aber wurde nun noch einmal deutlich angehoben und entspricht nun einem ISO-Wert von maximal 409.600 – mehr schafft keine andere Kamera.

Um die Performance der Kamera voll ausschöpfen zu können, spendierte Nikon der D4S die neue Bildverarbeitungsengine EXPEED 4. Damit führen selbst die hohen ISO-Werte bzw. der Einsatz der Rauschunterdrückung trotzdem zu guten Ergebnissen und ein hohes Maß an Detailtreue.

Die Serienbildgeschwindigkeit liegt bei der D4S nun bei 11 Bildern pro Sekunde, bei der D4 waren es „nur“ 10. Damit dabei trotzdem durchgehend scharfe Bilder entstehen, wurde auch der Autofokus mit 51 Messfeldern gegenüber noch einmal verbessert. Hinzu gekommen ist hier die Option der Messfeldgruppensteuerung, mit der eine bessere Kontrolle des Fokus möglich wird.

Um den anfallenden Datenmengen – insbesondere im Serienbildmodus – leichter Herr werden zu können, hat Nikon ein neues RAW-Format entwickelt. Dieses ist deutlich kleiner als das herkömmliche RAW-Format und ermöglicht in Verbindung mit dem integrierten Gigabit-100/1000TX-Ethernet-Anschluss eine flotte Datenübertragung an andere Geräte. Daran kann bei Bedarf auch der optionale WLAN-Adapter WT-5 angeschlossen werden.

Wer mit der DSLR auch Videos produziert, darf sich bei der D4S über einige Verbesserungen freuen. So sind im neuen Modell endlich auch Aufnahmen mit hohen Bildraten von 60p/50p möglich. Mit der manuellen Belichtungssteuerung lässt sich der ISO-Bereich von 200 aufwärts nutzen und erleichtert so die Aufnahmen in lichtschwacher Umgebung.
Nicht neu, aber sehr nützlich sind die drei verschiedenen Formate, in denen gefilmt werden kann. So kann für Tele-Aufnahmen anstelle des DX- oder FX-Formats der native Beschnitt sinnvoll sein. Damit wird eine optische Brennweitenverlängerung um das 2,7-fache möglich. Mit der HDMI-Verbindung können die Aufnahmen nicht nur auf einem Monitor oder TV-Gerät begutachtet werden, sondern auch auf einem externen Rekorder gespeichert werden, parallel zur Speicherkarte.

Im Zuge der besseren Video-Optionen wurden auch die Möglichkeiten bei Tonaufnahmen verbessert. Beim Frequenzgang kann nun zwischen Sprache und Breitband gewählt werden. Außerdem fallen störende Windgeräusche bei der Nutzung des integrierten Mikrofons nun geringer aus. Wer es ernst meint mit den Dreharbeiten, setzt hier aber ohnehin auf eine externe Mikrofonierung.

6.149 € verlangt Nikon für sein neues Flaggschiff im Profi-Segment.

Weitere Informationen
http://www.nikon.de/de_DE/product/digital-cameras/slr/professional/d4s

Fotos: Nikon

Kommentare per RSS

Bisher 3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. HL-Photo.com sagt:

    Die beste Kamera, die es derzeit auf dem Markt gibt, und das sage ich ein Canon-User mit mehreren L-Linsen.

  2. Fabian sagt:

    Ich bin gespannt auf erste Erfahrungsberichte. Als Nutzer der D4 bin ich mir nicht sicher, ob es gute Gründe zum Aufrüsten gibt.. Würde mich aber doch irgendwie reizen.

  3. Ich kann die D4 seit ca. drei Monaten nützen und bin restlos begeistert und habe noch immer nicht alle Möglichkeiten völlig ausgelotet. Der Vergleich mit der D4s wäre einem Versuch vorbehalten, zumal ich nicht so viel Interesse am Filmen habe. Dafür würde ich eher primär einen Camcorder einsetzen.

Ich freue mich immer über Kommentare. Auf geht·s!

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